Bestimmte Insekten können hier nur überleben, wenn die Temperatur hoch genug ist. Europa kennt bereits seit einigen Jahren wärmere Sommer und Winter, weshalb Insekten und Viren, die normalerweise nur in südlicheren Ländern vorkommen, sich nach Norden hin ausbreiten.
Die Phlebotominae oder auch Sandfliege wird seit ein paar Jahren in Ländern wie Belgien, den Niederlanden und Großbritannien vorgefunden. Diejenigen Fliegen, die von Blut leben, sind die wichtigsten Überträger von Leishmania. Die Krankheit kommt normalerweise nur in tropischen Gebieten vor. Sandfliegen wurden kürzlich am Rhein in Deutschland gemeldet. Vergangenen Juli wurde ein Junge aus Aachen an der deutsch-belgischen Grenze mit Leishmania angesteckt, nachdem ihn eine Sandfliege gebissen hatte. Die Infektion führt meist zu Hautgeschwüren, kann aber auch Milz und Leber schädigen und Blutarmut verursachen. Im schlimmsten Fall kann man daran sterben.
Ein andere Krankheit, die als Folge der Klimaveränderung öfters in unserem Land vorkommt, ist die Lyme-Krankheit, verursacht durch Zeckenbisse. Die Lyme- Krankheit wird von schlanken spiralförmigen Bakterien (Spirochäten) mit der Bezeichnung Borrelia burgdorferi verursacht. In der ganzen Welt gibt es ca. 18 Zeckensorten, die als Borrelia-Überträger bekannt sind. Wenn die Krankheit beim Saugen menschlichen Blutes übertragen wird, treten die ersten Symptome drei Tage bis spätestens zwölf Wochen nach der Infektion auf. In den meisten Fällen tritt im ersten Stadium im Bereich des Stichs eine bläulich-rote Verfärbung der Haut auf. Nach ungefähr fünf Tagen folgt eine 5 cm große, ringförmige, gleichmäßige Rötung der Haut, die sich mit der Zeit zentral ausbreitet. Bislang gibt es für die Lyme-Krankheit noch keinen Impfstoff. Aus diesem Grund wird empfohlen, bei einem Aufenthalt im Freien einer Infektion durch Zecken zuvorzukommen, indem man mit BuzzX behandelte Kleidung trägt.
Die Zecke interessiert sich nur für eines: BLUT. Die Zecke liegt oben auf niedrigem Bewuchs auf der Lauer, bis ein warmblütiger Passant vorbeikommt: ein Mensch oder ein Tier, wie eine Maus, ein Reh, ein Pferd oder ein Hund… Beim Kontakt mit einem Wirt kommt die Zecke auf die Haut, auf der sie mithilfe eines Hypostoms (ein Rüssel, durch den sie Blut saugt und Speichel absondert) festklammert. Dieser Speichel kann Bakterien oder Viren enthalten, die Krankheiten verursachen.
Die Lyme-Krankheit tritt das ganze Jahr über auf, aber vor allem von Juni bis Oktober, abhängig von den Wetterbedingungen. Bei gutem Wetter neigen manche dazu, sich leicht zu kleiden, aber jeder direkte Kontakt von niedrigem Bewuchs mit der Haut erhöht das Risiko auf einen Zeckenbiss, ungeachtet der Jahreszeit.
Zecken kommen in Wäldern vor, aber auch an Stellen mit niedrigem Bewuchs (hohes
Gras, Farne, Sträucher). Daher kann man von einer Zecke gebissen werden, wenn
man durch einem Wald mit dichtem niedrigem Bewuchs spaziert oder dort spielt,
aber auch auf Weiden und in grünen Stadtteilen oder in den Dünen. Zecken mögen
warme und feuchte Stellen.
In Europa können über Zecken 4 Krankheiten auf den Menschen übertragen werden:
• Lyme-Krankheit
• Tick Borne Encephalitis (auch bekannt als TBE) oder TBD (Tick Born Disease)
• Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME)
• Ehrlichiose
In Südeuropa kann außerdem die Zeckensorte Rhipicephalus sanguineus das
Boutonneuse-Fieber übertragen.
BuzzX hilft dabei, sich während des Urlaubs im Ausland zu schützen.
Wir wurden quasi alle bereits von einem Insekt gestochen. Meist beschränken sich
die Folgen auf eine schmerzhaft juckende Schwellung, und alles wird schnell
vergessen. Aber es kann auch schlechter verlaufen. Jährlich sterben Millionen von
Menschchen an Krankheiten, die von Insekten übertragen werden (Malaria,
Schlafkrankheit usw.).
Auf allen Teilen der Erde, vom äußersten Norden Finnlands bis zur Südspitze Afrikas
kommen ca. 3.000 verschiedene Mückensorten vor. Mücken gehören wie die Fliegen
zu den Diptera (Zweiflügler). Eine Reihe von Vertretern dieser Ordnung hat beißende
oder stechende Mundwerkzeuge, mit denen auch der Mensch empfindlich in
Berührung kommen kann. Ungefähr 1.200 Sorten, hauptsächlich in den Tropen und
Subtropen heimisch, sind gefährliche Krankheitserreger und können beispielsweise
die Malaria übertragen.
Moskitos (Mücken) sind die Überträger von vielen Krankheiten, sowohl
Viruskrankheiten als auch durch einzellige tierische Parasiten und parasitäre Würmer
ausgelöste Krankheiten.
Die wichtigste durch Moskitos übertragene Krankheit ist die Malaria, eine Krankheit,
die sich hauptsächlich durch mehr oder weniger regelmäßig wiederkehrende
Fieberanfälle auszeichnet und die durch einen einzelligen tierischen Parasiten
ausgelöst wird, der einen Teil seiner Entwicklung in den roten Blutkörperchen des
Patienten und einen Teil im Körper des Moskitos durchmacht.
Bestimmte Malariaformen kommen auch außerhalb der Tropen vor. Doch werden
hauptsächlich die tropischen Gebiete heimgesucht. Man schätzt, dass jedes Jahr
mehrere Dutzend Millionen Menschchen infiziert werden.
Die Krankheit ist nur eine der vielen in den Tropen vorkommenden Krankheiten, die
Fieber verursachen. Früher mussten natürlich auch andere Fieberkrankheiten für
Malaria herhalten. Für das Fieber wurde damals die schlechte Luft verantwortlich
gemacht (Malaria ist italienisch und bedeutet schlechte Luft: male aria), aber man
weiß heute, dass die Krankheit in solchen Gegenden heimisch ist, wo die Moskitos
Bruträume finden.
Vom Malariaverursacher unterscheidet man vier Sorten, von denen zwei über die
ganze Welt verteilt vorkommen und das Drei- und Viertagefieber verursachen. Eine
dritte Art ist für eine bestimmte Art des Dreitagefiebers in Afrika verantwortlich, die
vierte und wichtigste löst die eigentliche tropische Malaria aus.
Entwicklungsphasen
In groben Zügen ist die Entwicklung aller Sorten dieselbe. Im Menschen leben die
Parasiten in den roten Blutkörperchen. Dort machen sie in 48 oder 72 Stunden eine
Entwicklung durch, nach der sie in einem zwölfteiligen Stück auseinander fallen. Das
Blutkörperchen stirbt ab, und die Bruchstücke, in die der Parasit auseinander fiel,
gelangen frei ins Blut.
Dort dringen sie in weitere Blutkörperchen ein, wo sich diese Entwicklung wiederholt.
Beim Platzen der Blutkörperchen werden giftige Stoffwechselprodukte der
Blutkörperchen frei, die für den Fieberanfall verantwortlich sind.
Symptome
Die wichtigsten Symptome sind folgende:
- Ein Grippegefühl mit Muskel- und Gelenkschmerzen gefolgt von hohem Fieber,
ohne dass eine eindeutige Ursache erkennbar ist. Das Fieber muss nicht immer
besonders hoch sein und kann in bestimmten Abständen zurückkommen.
- Das auftreten von Schüttelfrost, heftiges Schwitzen, Kopfschmerzen, ein Gefühl,
Krank zu sein.
- Andere begleitende Symptome sind Erbrechen, Durchfall und
- Bauchschmerzen.
Dies ist ebenfalls eine durch Moskitos übertragene tropische Krankheit, eine
Viruskrankheit, die in bestimmten Gegenden des tropischen Afrikas, Mittel- und
Südamerika und an der Westküste von Mittelafrika vorkommt.
Gelbfieber ist eine sehr ernsthafte, in vielen Fällen tödliche Krankheit, die sich
hauptsächlich durch hohes Fieber und Gelbsucht auszeichnet. Das Virus wird durch
eine Mückensorte, die sich vom Malariamoskito unterscheidet, vom Kranken auf den
Gesunden übertragen. Nach der Infektion bleibt das Virus zunächst ein bis drei Tage
im Blut und vermehrt sich danach in den Leberzellen.
Das Angreifen der Leberzellen führt zur Entstehung der charakteristischen
Gelbsucht.
Ein oder drei Tage nach der Infektion wird der Patient plötzlich Krank und bekommt
Fieber und Kopfschmerzen. Das Fieber vergeht oft tags darauf und tritt am
übernächsten Tag zusammen mit Gelbsucht, Übelkeit und Erbrechen wieder auf. Das
Virus kann im Blut nach den ersten drei Fiebertagen nicht mehr nachgewiesen
werden. Ein spezifisches Heilmittel gegen die Krankheit kennt man nicht.
Überlebt man den Anfall, wird man meist wieder vollkommen gesund und außerdem
hiergegen nahezu völlig unempfänglich (Immunität). Genau wie die Malaria wird das
Gelbfieber direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Übertragung findet nur
statt, wenn eine weibliche Mücke einen Betroffenen sticht, in dessen Blut der Virus
noch vorhanden ist (das sind also die erste drei Tage nach der Ansteckung), und
dann, da sie nach ca. 12 Tagen ansteckend wird, einen anderen sticht.
Eine angesteckte Mücke bleibt ihr ganzes Leben lang gefährlich.
Gelbfiebermücken sind in Bezug auf ihre Brutstätten viel weniger wählerisch als die
Malariamücke. Sie legen überall, wo etwas stehendes Wasser ist, Eier ab, also auch
in Häusern, an Bord von Schiffen usw. Die Behandlung ist ausschließlich
symptomatisch.
Dengue ist eine Virusinfektion, die früher sporadisch vorkam, sich aber jetzt in
schnellem Tempo ausbreitet. Die Infektion kommt hauptsächlich in dicht bevölkerten
Teilen der tropischen und subtropischen Gebiete der Welt vor, besonders in Städten
und Vorstädten. Die Krankheit tritt immer häufiger bei Reisenden auf. Dengue ist eine
Viruskrankheit, die durch den Biss der Aedes-aegypti-Mücke übertragen wird. Es
kommen zwei Formen von Dengue vor:
• Denguefieber
• hämorrhagisches Denguefieber
Denguefieber ist ein grippeartige Krankheit, die insbesondere bei älteren Kindern und
Erwachsenen auftritt und selten ernsthaft verläuft.
Das hämorrhagische Denguefieber ist ein zweite Ansteckung mit dem Denguevirus,
eine ernsthafte Form, bei der Blutungen und ”Schock” auftreten, die in
Ausnahmefällen tödlich sein kann. Besonders Kinder können ernsthaft krank werden.
Symptome des Denguefiebers:
• plötzlich auftretendes Fieber
• ernsthafter Stirnschmerz, Schmerz hinter den Augen, der sich bei Bewegungen der Augen verschlimmert
• Muskel- und Gelenkschmerzen
• Verminderung des Geschmackssinns und Appetitlosigkeit
• Hautausschlag auf Brust und Armen, der Masern gleicht
• Übelkeit und Erbrechen
Symptome des hämorrhagischen Denguefiebers:
• Symptome, die auf Denguefieber hinweisen
• mit einer bleichen und kalten oder klammen Haut
• Nasenbluten, Zahnfleischbluten
• schnell auftretende blaue Flecken
• Schläfrigkeit und Ruhelosigkeit
• viel Durst, trockener Mund
Diese tropische Krankheit wird durch einen einzelligen tierischen Parasiten
verursacht und durch blutsaugende Fliegen (Tsetsefliege) übertragen. Die Krankheit
ist außerhalb Afrikas nicht bekannt. Es sind verschiedene Varianten der Krankheit
bekannt.
Die echte Afrikanische Schlafkrankheit ist eine sich langsam im Laufe vieler Jahre
entwickelnde Krankheit, die - außer sie wird früh behandelt - eigentlich immer tödlich
ist.
Die Parasiten, die zuerst in den Blut- und Lymphbahnen leben, ziehen schließlich in
die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit um, die Symptome gleichen einer Art
schleppender Hirnentzündung.
Erste Symptome sind Fieber und eine Lymphknotenschwellung, vor allem im Hals,
meist Hautausschlag, aber später, oft erst nach Jahren, entwickelt sich die echte
Schlafkrankheit, bei der die Patienten matt und apathisch sind, abmagern, schwächer
und benommen werden und schließlich sterben.
Diese Krankheit, die in Südamerika vorkommt, wird durch eine blutsaugende Wanze
übertragen, die die Eigenschaft hat, den Menschen vorzugsweise in die Lippen zu
beißen und die Wunde mit angestecktem Kot zu verunreinigen.
Im Körper des Betroffenen gehen so genannte Schwebetierchen in sehr kleine, sich
hauptsächlich innerhalb der Zellen des Herz- und Hirngewebes vermehrende
Parasiten über. Herzschwäche und Benommenheit sind oft maßgebliche Symptome.
Meist sind die Augenlieder geschwollen. Vor allem bei Kindern verläuft die Krankheit
meist tödlich.